Die Zertifizierung im Mieterausbau ordnet ein, ob und wie der Innenausbau einer Mietfläche nach Nachhaltigkeitssystemen wie DGNB, BREEAM oder LEED bewertet werden kann. Für Filialisten ist das relevant, weil sie in der Regel nicht das Gebäude, sondern nur den Mieterausbau verantworten.
Gebäudezertifikat oder Mieterfläche
Ein Gebäudezertifikat bewertet das ganze Gebäude, meist im Auftrag des Eigentümers. Der Ausbau einer einzelnen Filiale fließt darin nur begrenzt ein. Einige Systeme bieten deshalb eigene Varianten für Innenräume und Ausbauten an, etwa DGNB Innenräume, LEED Interior Design and Construction oder BREEAM Refurbishment and Fit-out.
Serienzertifizierung im Filialnetz
Für Filialisten mit vielen gleichartigen Standorten kann eine serielle Zertifizierung den Aufwand senken: Ein Standard wird einmal bewertet, einzelne Filialen werden darauf aufbauend nachgewiesen. Voraussetzung ist ein einheitlicher Standard im Rollout.
Nutzen und Aufwand
Eine Zertifizierung macht Qualität vergleichbar und kann für Vermieter, Investoren und Berichtspflichten relevant sein. Sie kostet aber Zeit und Nachweise, etwa EPDs für Materialien. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn sie Entscheidungen beeinflusst, etwa zur Rückbaufähigkeit oder zur Wiederverwendung von Ladeneinbauten, und nicht nur dokumentiert.
Hinweis: Varianten, Anforderungen und Bezeichnungen der Systeme ändern sich. Maßgeblich sind die aktuellen Unterlagen des jeweiligen Systems.