Cradle to Cradle im Ladenbau ist die Anwendung des Cradle-to-Cradle-Prinzips auf Ladeneinbauten: Materialien sollen nach der Nutzung ohne Qualitätsverlust in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden. Statt Abfall entsteht im Idealfall ein Rohstoff für das nächste Produkt.
Was das im Ladenbau bedeutet
- Materialauswahl: schadstoffgeprüfte, möglichst sortenreine Materialien mit bekannter Zusammensetzung
- Konstruktion: lösbare Verbindungen, damit Materialien getrennt zurückgeführt werden können (Design for Disassembly)
- Rücknahme: Vereinbarungen mit Herstellern, Bauteile nach der Nutzung zurückzunehmen, bis hin zu Product-as-a-Service
Grenzen
Zertifizierte Produkte sind im Ladenbau noch nicht für alle Bauteile verfügbar, oft teurer und an Mindestmengen gebunden. Eine Zertifizierung bewertet zudem das Produkt, nicht den gesamten Ausbau. Entscheidend bleibt, ob Bauteile am Ende tatsächlich zurückgebaut und zurückgeführt werden.
Einordnung für Filialisten
Für Filialisten ist Cradle to Cradle vor allem ein Kriterium für Materialauswahl und Ausschreibung im Rollout. Den größeren Hebel hat oft die Weiternutzung ganzer Bauteile im eigenen Portfolio (Wiederverwendung von Ladeneinbauten), bevor Materialien überhaupt in einen Kreislauf zurückgehen. Ausführlicher dazu der Magazinbeitrag Cradle to Cradle im Einzelhandel.